Initiatoren
01
Co-Founder & Partner · MAVEX GmbH
30 Jahre Transferarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis
Wie wird sicht- und spürbar, was kritische Bedingung für Wirksamkeit und Viabilität ist?
30 Jahre. Eher 35. Ich bin 61. Mein Thema: bis heute dasselbe. Unter steigender Komplexität. Für Organisationen. Für die Entscheider in Organisationen — die das mehrheitlich übersehen.
Nicht zufällig: inattentional blindness. Unser Betriebssystem lässt vor allem das ins Bewusstsein, was schon im Suchschema steckt. Annahmen — geronnene Erfahrungen. Annahmen steuern Wahrnehmung, Fühlen, Denken und Handeln. Die Folge: Unter Druck ziehen unsere Reflexe zuverlässig das, was „gestern“ funktioniert hat.
Seit Jahrzehnten arbeite ich an der Qualität von nachdenklicher Irritation, die das aufbricht. Die sichtbar macht, was wirkt. Und die damit möglich macht, Organisation anders zu sehen. Anders zu führen. So, dass maximale Wirksamkeit und Viabilität entstehen. Als Beifang. Nicht als Machprogramm.
Mein Zugang: Transfer zwischen Neuro-/Systemwissenschaft und organisationaler Realität. In verschiedenen Rollen. Vom Klinikgeschäftsführer über CHRO im Automotive-Kontext bis zum Berater und Begleiter von Unternehmern.
Warum mir das wichtig ist? Enkeltauglichkeit. Den Boden so zu übergeben, dass die Nächsten darauf aufbauen können, statt erstmal unsere Trümmer wegzuräumen.
Genau deshalb gibt es Z²I.
02
Partnerin · MAVEX GmbH
Was führt dazu, dass Menschen mit sich verbunden sind und aus Kohärenz heraus wirksam werden?
Mich lässt nicht los, wie viele Menschen nicht wirklich bei sich sind, wie Avatare in Unternehmen einen Job machen. Wie viel sie in Anpassung, Selbstschutz, innerer Unruhe und Abspaltung unterwegs sind, ohne es zu merken. Und wie viel dadurch verloren geht. Für die Menschen selbst. Für andere. Und für die Systeme, in denen sie leben und arbeiten.
Ein Schlüssel für mich: Bewusstsein für unser Denken, Fühlen und Handeln entwickeln. Zu erkennen und zu spüren, welche Konstrukte aus Prägungen und inneren Muster unsere Wahrnehmung steuern. Und zu erfahren, was sich verändert, wenn genau das bewusster wird. Dort beginnt für mich Entwicklung. Dort wächst Kohärenz. Dort wird Selbstwirksamkeit und Autonomie spürbar.
Exakt da liegt der Ursprung wirksamer Systeme: wo Menschen mehr bei sich sind, Beziehungen anders gestalten und gemeinsame Wirksamkeit wächst. So werden Menschen zu Keimzellen von Entwicklung. Für andere. Für Teams. Für Organisationen, die nicht nur funktionieren, sondern tragen.
Deshalb ist Z²I auch meins. Z²I denkt Entwicklung vom Menschen aus. Aus Bedingungen für wachsende Kohärenz, Konstruktbewusstsein und Selbstwirksamkeit.
03
Gründer · Scyllion
Echte Verantwortung fragt nicht nach der richtigen Antwort. Sie fragt, ob ich unter Unsicherheit Wirkung erzeugen kann.
Ich dachte lange, Lernen heißt: mehr wissen, richtiger werden, besser vorbereitet sein. Schule, Studium, Managementwissen — vieles hat diese Logik bestätigt. Lernen war oft Antwortvorrat.
Dann wurde ich mit 23 Führungskraft und mit 29 Bereichsleiter, fünf Abteilungen, 65 Menschen. Und je mehr ich lernte, „wie man es macht“, desto stärker wurde das Gefühl: Das reicht nicht.
Genau da hat sich mein Verständnis von Lernen verschoben. Für mich ist Lernen heute Selbst-Befähigung für Entwicklung. Die Fähigkeit, Erfahrung so zu verarbeiten, dass neues Denken, Fühlen und Handeln möglich werden. Wissen wird erst dann relevant, wenn es an Realität anschließt.
Scyllion habe ich deshalb mit dem Anliegen gegründet, Lernen wieder an echte Wirksamkeit anzuschließen. Und Z²I ist für mich der systemische Anschluss daran: die Frage, welche Bedingungen entstehen müssen, damit Menschen und Organisationen nicht nur mehr wissen, sondern entwicklungsfähiger werden.
04
Founding Partner & Geschäftsführer · MAVEX GmbH
Gründer · NEURATALENT
Das war der Tag, an dem ich aufgehört habe, an Werkzeuge zu glauben.
Ich erinnere mich an einen Kundentermin. Wir hatten ein KI-System ausgerollt, schneller als geplant, sauberer als versprochen. Die Zahlen im Raum waren gut, alle nickten. Und während ich durch die Folien klickte, wurde mir kalt: Wir hatten gerade beschleunigt, woran dieses Unternehmen ohnehin zerbrach. Nur eleganter und teurer.
Technologie verstärkt. Das ist ihre Natur. Sie macht schneller, größer, billiger — und sie ist vollkommen gleichgültig gegenüber dem, was sie verstärkt. Eine Organisation, die ihre Annahmen nicht sieht, sieht sie mit KI nur schneller nicht. Ein Mensch, der nicht bei sich ist, arbeitet mit den besten Tools effizienter an seiner eigenen Abspaltung.
Und hier wird es unbequem: Die halbe Branche feiert gerade genau das. Adoptieren, ausrollen, skalieren — je schneller, desto besser. Ich halte das für den teuersten Irrtum dieser Dekade. Wer ein ungeklärtes System mit KI überzieht, kauft sich keinen Vorsprung. Er kauft sich Tempo in eine Richtung, die er nie hinterfragt hat.
Ich habe das nicht aus der Distanz gelernt. Ich habe es gebaut, verkauft, beschleunigt — und gesehen, wie sauber sich das Falsche skalieren lässt.
Als Geschäftsführer der MAVEX und mit NeuraTalent arbeite ich seitdem an der anderen Reihenfolge: erst die Bedingungen, dann das Werkzeug. KI, die menschliche Entwicklung verstärkt, statt sie zu überholen. Genau deshalb ist Z²I auch meins.
MAVEX GmbH
Z²I ist eine Wirkarchitektur der MAVEX GmbH, Berlin. Institut für unternehmerische Transformation. Die MAVEX-Story und der Weg zu Z²I werden hier in Kürze erzählt.